Teilnahme der Vertreter der EU-Kommission an einer Veranstaltung des APD-Fachdialogs Boden
Vor dem Hintergrund der Eröffnung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine organisierte der APD-Fachdialog Boden am Mittwoch, dem 3. Juli 2024 eine Online-Vorlesungsveranstaltung zum Thema „Ansätze der Europäischen Union zum Landmanagement und der Kontext der Heranführung an die EU“.
Als Referenten konnten zwei Vertreter aus der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (DG AGRI) der Europäischen Kommission, Marius Lazdinis und Martin van Driel, gewonnen werden. In ihrer umfangreichen Präsentation stellten Marius Lazdinis und Martin van Driel ausgewählte rechtliche Regelungen, Instrumente, Programme sowie Fördermöglichkeiten der EU mit Bezug auf Landmanagement und Bodennutzung vor. Dabei gingen sie auf einzelne bodenrelevante Aspekte des Green Deals wie die EU-Biodiversitätsstrategie, die Farm-to-Fork Strategie, die EU-Bodenstrategie sowie die Initiative zum Bodenüberwachungsgesetz ein und skizzierten Ziele und Leitbilder von bestehenden Instrumenten des Natur- und Klimaschutzes im Kontext der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
Mit Blick auf die Multifunktionalität der Böden betonten die Vortragenden, dass deren nachhaltige Nutzung ein Schlüsselelement sei, das sowohl für die Ernährungssicherheit als auch für den Klimaschutz eine entscheidende Rolle spiele. Ein umsichtiger Umgang mit Böden soll nach der Vorstellung der EU einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen, ressourcenschonenden und klimafreundlicheren Landwirtschaft leisten.
Marius Lazdinis und Martin van Driel machten deutlich, dass im Zuge der Heranführung an die EU auch für die Ukraine der Übergang zu einer nachhaltigen Bodenbewirtschaftung und regenerativen Agrarwirtschaft notwendig sein wird, um zur Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt, Ernährungssicherheit, Naturkatastrophen sowie Umweltverschmutzungen beizutragen.
Insgesamt nahmen an der Veranstaltung, die von Prof. Taras Ievsiukov, Dekan der Fakultät für Landmanagement an der Nationalen Universität für Lebens- und Umweltwissenschaften in Kyiv (NUBiP), moderiert wurde, rund 50 Studierende und Lehrkräfte aus verschiedenen Hochschulen der Ukraine sowie Vertretenden des Ukrainischen Agrarministeriums, von Agrar- und Forstverbänden, Forschungsinstituten und Territorialen Gemeinden teil.
Quelle und Foto: FDB