Start der Verwaltungspartnerschaft Deutschland–Ukraine im Bereich Staatslandmanagement
Am 2. September 2025 fand im Rahmen der neu etablierten institutionellen Verwaltungspartnerschaft im Bereich bodenpolitischer Fragen und Verfahren zwischen dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und dem Ministerium für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine (MWUL), die erste thematische Arbeitsgruppensitzung statt. Das Treffen wurde mit Unterstützung des APD unter dem Titel „Management staatlicher und kommunaler Flächen – Beispiele aus Deutschland und Bedeutung für die Ukraine“ durchgeführt.
Die Sitzung markierte einen wichtigen Schritt zur Vertiefung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit im Bereich des Staatslandmanagements. Moderiert von Katja Dells (BVVG), eröffnete Oleksii Pinchuk (MWUL) die Veranstaltung. Im Anschluss stellte Katja Dells die Aufgaben und das Mandat der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH vor. Dabei wurden zentrale Erfahrungen sowie „Lessons Learned“ aus der Verwaltung staatlicher Flächen in Deutschland hervorgehoben, die als wertvolle Anregungen für die ukrainische Seite dienen können.
Es folgte ein Vortrag von Yaroslav Yaroslavskij, Leiter der ukrainischen Landbank, über die Rolle und die Aufgaben dieser Institution. Seine Präsentation verdeutlichte die spezifischen Mandate der Landbank im Hinblick auf die Verwaltung staatlicher landwirtschaftlicher Flächen in der Ukraine sowie die aktuellen Herausforderungen. Im Anschluss an beide Beiträge fand eine offene Fragerunde statt, die den Teilnehmenden die Möglichkeit bot, Themen zu vertiefen und Parallelen zwischen den deutschen und ukrainischen Strukturen aufzuzeigen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Sitzung lag auf der gemeinsamen Diskussion zur Sammlung von Themen für die geplante Fachinformationsfahrt nach Deutschland. Dabei sollen ukrainische Fachinstitutionen künftig einen noch tieferen Einblick in die deutsche Praxis des Staatslandmanagements erhalten und den fachlichen Austausch weiter intensivieren.
Zum Abschluss fassten Anna Culca (GFA), Katja Dells (BVVG) und Svitlana Rudenko (MWUL) die Ergebnisse zusammen und gaben einen Ausblick auf die nächsten Schritte der Partnerschaft. Sie betonten, dass die gewonnenen Erkenntnisse nicht nur für das Management staatlicher Flächen relevant sind, sondern auch für die Verwaltung kommunaler Flächen, die in ländlichen Regionen eine ebenso zentrale Rolle spielen.
Quelle und Foto: APD