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Stakeholder-Analyse im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in der EU: Expertendiskussion im Rahmen des APD

Am 23.12.2025 fand im Online-Format eine Expertenveranstaltung zum Thema „Stakeholder-Analyse im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in der EU“ statt, die im Rahmen des Projekts „Deutsch-Ukrainischer Agrarpolitischer Dialog“ organisiert wurde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Präsentation des analytischen Berichts von Peter Pascher, europäischer Experte für Agrarpolitik und ländliche Entwicklung.
Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund der Beschleunigung des europäischen Integrationskurses der Ukraine sowie der intensiven Vorbereitung auf die Beitrittsverhandlungen mit der EU statt. Der Agrarsektor und die Entwicklung ländlicher Räume spielen in diesem Prozess eine strategische Rolle, da sich die Ukraine verpflichtet hat, ihre Agrarpolitik, Gesetzgebung und institutionellen Rahmenbedingungen an die Standards der EU anzugleichen. Gleichzeitig hat der Krieg die Funktionsweise des Agrarsektors erheblich beeinträchtigt, indem Produktionsprozesse, Logistik, Investitionsströme sowie die sozioökonomische Stabilität in ländlichen Regionen gestört wurden.
In der vorgestellten Analyse wurden die wichtigsten Stakeholder-Gruppen im Bereich der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der ländlichen Entwicklung in der EU identifiziert, mit besonderem Fokus auf verantwortliche Akteure und Institutionen in Brüssel. Dazu zählen EU-Institutionen, nationale und regionale Vertretungen der Mitgliedstaaten, zivilgesellschaftliche Organisationen, Berufs- und Branchenverbände, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie thematische Netzwerke, darunter das EU-SAP-Netzwerk (ehemals ENRD). 
Im Rahmen der Diskussion betonten die Teilnehmenden, dass die Politik zur Entwicklung ländlicher Räume ein integraler Bestandteil der GAP ist und unter Berücksichtigung sektorübergreifender Ansätze sowie der Rolle der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der Berufsverbände betrachtet werden muss. Zudem wurde hervorgehoben, dass eine erfolgreiche Integration der Ukraine in die EU nicht nur eine gesetzliche Harmonisierung erfordert, sondern auch aktive Kommunikation, den Aufbau von Partnerschaftsnetzwerken und einen kontinuierlichen fachlichen Dialog auf europäischer Ebene.
Ziel des Berichts war es, eine praktische Grundlage für die weitere Arbeit des APD in Brüssel zu schaffen, insbesondere für den Aufbau einer systematischen Zusammenarbeit mit europäischen Partnern und der Zivilgesellschaft. Dieser Ansatz soll dazu beitragen, die Interessen der Ukraine im Prozess der europäischen Integration besser zu vertreten und zugleich sicherzustellen, dass ukrainische Bedürfnisse und Besonderheiten bei der Gestaltung der EU-Politik im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung angemessen berücksichtigt werden.
Der Bericht ist unter folgendem Link verfügbar:
https://www.apd-ukraine.de/fileadmin/user_upload/APD_Bericht_DE.pdf   

Quelle und Foto: APD
 

23.12.2025
APD Projektaktivität