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Befragungsergebnisse der Pilotgemeinden

Die ländliche Entwicklung ist einer der grundlegenden Schwerpunkte der Agrarpolitik in der EU und bleibt daher auch für das APD-Projekt eine der zentralen Komponenten der Projektarbeit. Dank der aktiven Arbeit des Projektteams wurden in der vorangegangenen Phase acht Pilotgemeinden ausgewählt, denen beratende Unterstützung bei der Ausarbeitung einer Gemeindeentwicklungsstrategie, der Positionierung der Gemeinde und der Sensibilisierung für Förderprogramme gewährt wurde. Zu Beginn der siebten Phase wurde daher eine Umfrage durchgeführt, um die bisherigen Erfahrungen zu untersuchen und eine Vision für die weitere Zusammenarbeit zu entwickeln. Von den acht Pilotgemeinden nahmen fünf an der Umfrage teil.  

Es sei angemerkt, dass alle fünf Gemeinden über gültige Entwicklungsstrategien verfügen, die unter anderem mit Hilfe des Projekts erarbeitet wurden. Dabei äußerten fast alle (vier) den Wunsch nach weiteren Informationen zu praktischen Instrumenten zur Umsetzung der Prioritäten im Agrar- und ländlichen Bereich.  

Als Hauptherausforderungen nannten die Befragten demografische und migrationsbezogene Probleme, die direkte Folgen des Krieges sind. Ebenfalls genannt wurden Infrastruktur/Logistik, Landfragen sowie die schwache Koordination unter Kleinbauern.

So sind im Bereich der Entwicklung des Humankapitals die Abwanderung der erwerbsfähigen Bevölkerung, die Migration (insbesondere junger Menschen) und die demografische Krise zu nennen. Im Bereich der Bewältigung der Kriegsfolgen sind Verluste, soziale Bedürfnisse und sicherheitsbedingte Einschränkungen zu nennen. Was die wichtigsten Bedürfnisse der Gemeinden im Bereich Infrastruktur und Logistik betrifft, so sind die Verbesserung der Straßenqualität und der Zugang zu Versorgungsnetzen zu nennen. Dies ist besonders für Gemeinden von Bedeutung, die weit von logistischen Knotenpunkten entfernt liegen. Separat betonten die Gemeinden die Bedeutung von Fragen der Ressourcenverwaltung, einschließlich Landfragen. Unter den wirtschaftlichen Herausforderungen nannten die Gemeinden die schwache Entwicklung der lokalen Wirtschaft sowie die Notwendigkeit der Zusammenarbeit kleiner Produzenten.  

Als wichtigste Forderungen an die staatliche Politik wurden Programme zur Unterstützung kleiner Produzenten, die Förderung der Verarbeitung, die Angleichung der Vorschriften an EU-Standards sowie der Ausbau der ländlichen Infrastruktur genannt.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten hob die Wirksamkeit und den Nutzen des Projekts für die Pilotgemeinden hervor und bekundete ihre Bereitschaft zur Fortsetzung der Zusammenarbeit. Dabei wurden Bereiche genannt, in denen Fachwissen für die Gemeinden wünschenswert wäre. Dazu gehören die effektive Verwaltung der Landressourcen auf Gemeindeebene, die Entwicklung ländlicher Gebiete durch die Umsetzung des LEADER-/CLLD-Ansatzes, neue Instrumente zur Entwicklung der Agrarwirtschaft auf Gemeindeebene, die Umsetzung von EU-Ansätzen zur Entwicklung ländlicher Gebiete, Unterstützung bei der Vorbereitung und dem Start von Pilotprojekten sowie die Ausarbeitung/Aktualisierung strategischer Dokumente.  

Als die zweckmäßigste Form der Zusammenarbeit wurden ein gemischtes (Online-/Offline-)Format sowie Studienreisen anerkannt. Außerdem besteht nach Ansicht der befragten Gemeinden Bedarf an der Bereitstellung von Fachwissen „auf Abruf“ sowie an regelmäßiger Koordination.  

Das Projekt bedankt sich bei allen Teilnehmern des Pilotprogramms und hofft, dass die gewonnenen Erfahrungen nicht nur zur Entwicklung der Gemeinden beitragen, sondern auch für andere Gemeinden der Region und die Gemeinschaft der Gemeinden insgesamt von Nutzen sein werden. Zu diesem Zweck sowie zur Verbreitung bewährter Praktiken erarbeitet das APD-Projekt gemeinsam mit den Projektpartnern wirksame Lösungen. 

24.02.2026
APD Projektaktivität