APD unterstützt die Integration der ukrainischen Agrarwirtschaft in die EU
Auf Einladung der FAO nahmen Vertreterinnen des APD an einem Seminar teil, das der Angleichung der Ukraine an die EU-Verordnung zur Verhinderung von Entwaldung (EUDR) sowie an den EU-acquis gewidmet war. Die Veranstaltung fand am 18.12.2025 in einem hybriden Format unter Beteiligung von Vertreter*innen staatlicher Behörden, internationaler Organisationen, der Wirtschaft und von Branchenverbänden statt. Sie knüpfte an eine Informationsveranstaltung des APD an, die im November 2025 in Zusammenarbeit mit der IHK der Ukraine und der FAO durchgeführt worden war.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden den Teilnehmenden die Ergebnisse der Arbeit von Expertinnen und Experten zur Vorbereitung zentraler Rechts- und Verwaltungsvorschriften im Bereich der Verhinderung von Entwaldung vorgestellt. Darüber hinaus wurden die Ausgestaltung eines Systems der Sorgfaltspflicht für Exporteure sowie Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Klima- und grüner Finanzierung erörtert.
Insbesondere stellten die nationalen FAO-Experten Alla Oborska und Petro Testov die wesentlichen Inhalte der Gesetzesentwürfe „Über den Handel mit Waren, die zu Entwaldung und Walddegradation führen können“ und „Über die Förderung von Investitionen in die Aufforstung“ sowie den Entwurf eines Systems der Sorgfaltspflicht für Holzexporteure vor.
In ihrem Beitrag betonte die Leiterin des APD, Mariya Yaroshko, die Bedeutung und Aktualität der Durchführung solcher informations- und fachbezogenen Veranstaltungen, insbesondere für landwirtschaftliche Erzeuger. Sie hob hervor, dass im Kontext der europäischen Integrationsprozesse eine frühzeitige Information über neue regulatorische Anforderungen der EU, insbesondere über die EUDR, von entscheidender Bedeutung sei, um den Zugang ukrainischer Agrarprodukte zu den europäischen Märkten zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Produzenten zu stärken.
Die Langzeitexpertin des APD Svitlana Pavlenko präsentierte die Ergebnisse einer Befragung der Teilnehmenden der vorangegangenen Informationsveranstaltung zum Produktions- und Handelspotenzial von Soja und Raps im Kontext der EUDR. Die Umfrageergebnisse zeigten ein hohes Interesse der Teilnehmenden an der Thematik der Veranstaltung, an der praxisorientierten Ausrichtung der präsentierten Informationen sowie an der Notwendigkeit einer Fortsetzung des fachlichen Dialogs. Die überwiegende Mehrheit der Befragten bewertete die Qualität und Relevanz der bereitgestellten Materialien als sehr gut oder gut und betonte den Bedarf an weiteren Veranstaltungen zur Erläuterung praktischer Aspekte der Umsetzung der EUDR.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurden die Herausforderungen und die nächsten Schritte bei der Anpassung der ukrainischen Gesetzgebung an die EU-Anforderungen sowie die Rolle des Staates, der Wirtschaft und internationaler Partner bei der Gewährleistung nachhaltiger und transparenter Lieferketten erörtert.
Die Teilnahme des APD an der Veranstaltung trug zur Entwicklung eines inklusiven und evidenzbasierten politischen Dialogs zur Harmonisierung der Agrar- und Umweltpolitik der Ukraine mit den Politiken der EU sowie zur Unterstützung ukrainischer Agrarerzeuger im Prozess der europäischen Integration bei.
Quelle und Foto: APD