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APD präsentiert Agrarberatung als Instrument für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume in der Ukraine

Am 14. Oktober 2025 nahm der APD am SMART AGRO FORUM „Die Zukunft des ukrainischen Agrarbusiness“ teil. Die Veranstaltung wurde von der Nationalen Universität Saporischschja im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ Jean-Monnet-Projekt NEWAGRO organisiert.
Das Forum versammelte über 110 Teilnehmende aus staatlichen Institutionen, Fachverbänden, Bildungseinrichtungen, der Wissenschaft sowie territorialen Gemeinden. Ziel war es, Perspektiven für die Entwicklung des regionalen und nationalen Agrarsektors zu erörtern und die Anpassung des ukrainischen Ernährungssicherungssystems an europäische Standards zu fördern – mit besonderem Fokus auf die Wiederbelebung und nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen.
Die Diskussionen drehten sich um verschiedene Themen, die vom europäischen Integrationsprozess der Ukraine und dessen Einfluss auf Landwirtschaft und ländliche Räume geprägt waren.
Mykola Moroz, Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine, stellte die Ergebnisse des Screenings zum Kapitel 11 „Landwirtschaft und ländliche Entwicklung“ vor, das kürzlich in Brüssel abgeschlossen wurde, und betonte die Bedeutung der Einführung eines neuen AKIS-Systems (Agricultural Knowledge and Innovation System).
Roman Korinets, Direktor des Nationalen Verbands der landwirtschaftlichen Beratungsdienste der Ukraine (DORADA), präsentierte die Ergebnisse einer Umfrage zur Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und staatlichen Institutionen sowie deren Einfluss auf die Gestaltung der Agrar- und der Politik für ländliche Entwicklung.
Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden Themen wie die Dekarbonisierung des Agrarsektors, die umweltfreundliche Düngemittelbewirtschaftung gemäß der EU-Nitratrichtlinie und den Prinzipien des Green Deal, die Rolle weiblicher Führungskräfte im Agrarbusiness sowie die Resilienz von Landwirtinnen während des Krieges.
Im thematischen Block „Von Tradition zu Innovation – Gemeinsam für nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume“ stellten Mariya Yaroshko, Leiterin des APD, und Svitlana Pavlenko, APD-Expertin, die Komponenten des Projekts vor und präsentierten den Beitrag „Agrarberatung als Instrument für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume in der Ukraine – Erfahrungen des Deutsch-Ukrainischen Agrarpolitischen Dialogs“.
In ihrem Vortrag betonten sie die vierjährige Zusammenarbeit mit acht Pilotgemeinden in fünf Regionen der Ukraine und stellten den integrierten, innovativen Ansatz des APD zur Stärkung lokaler Entwicklungskapazitäten vor. Vorgestellt wurden außerdem Instrumente zur Umsetzung der Aufgaben im Rahmen der Komponente „Ländliche Entwicklung“ sowie Formate der Zusammenarbeit mit den Projektteilnehmenden.
„Unser Ziel ist es, dass AgrarberaterInnen zu echten Partnern der Gemeinden und zu einem integralen Bestandteil des nationalen Wissens- und Innovationssystems werden. Der Aufbau eines Netzwerks regionaler Berater wird den Gemeinden den Zugang zu professionellem Wissen, moderner Technologie und europäischen Managementpraktiken ermöglichen. Diese Initiative steht im Einklang mit den Zielen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und trägt zur wirtschaftlichen Erholung der ländlichen Räume nach dem Krieg bei“, betonten die Vertreterinnen des APD.
Bemerkenswert ist, dass der aktualisierte operative Umsetzungsplan der „Strategie für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums der Ukraine bis 2030“ die Einführung regionaler Fachstellen für ländliche Entwicklung vorsieht.


Quelle und Foto: APD
 

14.10.2025
APD Projektaktivität