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Landwirtschaft erfüllt Ziele bis 2030

Laut den Emissionsdaten des Umweltbundesamtes für 2025 emittierte Deutschland insgesamt rund 649 Mio. t CO₂-Äquivalente – ein Rückgang von lediglich 0,1 Prozent gegenüber 2024. Der Landwirtschaftssektor sticht dabei positiv hervor: Er wird die im Klimaschutzgesetz festgelegten Einsparziele für 2021–2030 voraussichtlich um 14,5 Mio. t CO₂-Äquivalente übererfüllen. Dazu beitragen vor allem der effizientere Einsatz von Stickstoffdüngern, Einsparungen beim fossilen Energieverbrauch sowie sinkende Tierzahlen. Nach 2030 erwarten Forschende jedoch nur noch einen leichten Rückgang – weitere Maßnahmen wären notwendig, um anspruchsvolle Klimaziele zu erreichen.


Anders sieht es im sogenannten LULUCF-Sektor aus, der Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft umfasst. Dieser Sektor verfehlt seine Klimaschutzziele deutlich und bleibt eine starke Nettoquelle für Treibhausgase. Berechnungen des Thünen-Instituts zeigen: Statt die angestrebten 25 Mio. t CO₂-Äquivalente pro Jahr in Böden und Wäldern zu binden, wird diese Menge freigesetzt. Seit dem Jahr 2000 hat der LULUCF-Sektor die Klimaschutzziele nie erreicht. Besonders in Trockenjahren – wie 2003 oder seit 2018 – war die Emissionsquelle besonders stark ausgeprägt.


Der Hauptverursacher sind entwässerte Moore, die organische Böden darstellen. Die Wiedervernässung von Mooren gilt daher als wichtigstes Instrument zur Emissionsminderung in diesem Bereich. Bei den Wäldern zeichnet sich ab 2023 eine leichte Erholung ab: Nach den verheerenden Jahren seit 2018 ist der Schadholzeinschlag weitgehend abgeschlossen. 2025 wurden im Wald netto 19 Mio. t CO₂ mehr gebunden als freigesetzt – das Niveau vor 2018 wird jedoch noch nicht erreicht.

Quelle: Agrarticker.de

16.03.2026
APD