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EU aktualisiert Liste von Lebens- und Futtermitteln mit verstärkten Einfuhrkontrollen

Die Änderungen wurden in der Durchführungsverordnung (EU) 2026/194 veröffentlicht. Das Dokument legt fest, für welche Erzeugnisse nicht tierischen Ursprungs besondere Einfuhrbedingungen sowie erhöhte Kontrollfrequenzen an den EU-Grenzen gelten. 


Die Kontrollen betreffen insbesondere Risiken durch:

  • Mykotoxine, einschließlich Aflatoxinen;
  • Pestizidrückstände;
  • mikrobiologische Kontaminationen, darunter Salmonellen;
  • Sudanfarbstoffe;
  • Pflanzentoxine. 
     

Die Verordnung umfasst eine breite Palette von Erzeugnissen aus verschiedenen Ländern. Dazu gehören unter anderem:

  • Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse aus China, Ghana, Indien, Ägypten, Bolivien und den USA, die auf Aflatoxine kontrolliert werden;
  • Sesamsamen aus Äthiopien, Indien, Nigeria, Sudan und der Türkei, die auf Salmonellen sowie Pestizidrückstände untersucht werden;
  • Paprika, Gewürze, Reis, Tee, Gemüse und Obst aus verschiedenen Ländern, die Kontrollen auf Pestizidrückstände oder Mykotoxine unterliegen. 
     

Die Verordnung definiert außerdem die Häufigkeit von Warenuntersuchungen und Nämlichkeitskontrollen. Je nach Produkt und Herkunftsland liegt diese zwischen 10 % und 75 % der Sendungen. Die höchste Kontrollfrequenz von 75 % gilt für Schoten des Meerrettichbaums (Moringa oleifera) aus Indien aufgrund von Pestizidrückständen. 


Für bestimmte Produktgruppen sieht die Verordnung spezielle Laboranalyseverfahren gemäß den EU-Vorschriften vor. Dazu zählen insbesondere Untersuchungen auf Aflatoxine, Salmonellen sowie Multirückstandsanalysen für Pestizide mittels GC-MS- und ELI-MS-Methoden. 


Das Dokument stellt außerdem klar, dass die besonderen Einfuhrbedingungen für Erzeugnisse nicht tierischen Ursprungs gelten, die für Lebensmittel- oder Futtermittelzwecke in die EU eingeführt werden. Die neuen Anforderungen sollen die Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln auf dem EU-Binnenmarkt stärken und die amtlichen Kontrollverfahren für importierte Produkte weiter harmonisieren.

 


Quelle: eur-lex.europa.eu
Datum: 29.01.2025

13.05.2026
APD